Ich bin 1969 in Freising geboren, 

und  wollte schon damals im Mittelpunkt stehen, vielleicht weil ich der Erstgeborene bin.

Ich wuchs in völlig  normalen Verhältnissen auf. 1975 und 1980 bekam ich jeweils eine Schwester. Meine Schwestern hatten mit Sicherheit unter meiner Profilneurose zu leiden. Erst jetzt, Jahre später wissen sie diese zu schätzen und zu nutzen.

 

Ich wurde ein Jahr zu früh eingeschult, so hatte ich etwas mehr Zeit, für die Schule. Deshalb drehte ich auch eine Ehrenrunde.

In der Schule begann auch meine große Leidenschaft, mit 14 fing ich an, Theater zu spielen.

Ich schätze mit der größten Leidenschaft die ich jemals für etwas, in der Schule, aufbrachte. Gut, auch für Sport, der ist mir sehr wichtig, heute noch.

Ich begann wie alle Jungs Fußball zu spielen und fast gleichzeitig mit Judo, das ich dann auch 22 Jahre lang aktiv betrieben habe.

Einen Schwarzen Gürtel habe ich immer noch keinen. Mann muss sich immer etwas zurück halten, das er noch erledigen kann.

 

 

 

17 jährig begann ich eine Lehre als Fernmeldehandwerker,

damals noch bei der Deutschen Bundespost Fernmeldewesen,

in München, die ich mehr oder weniger befriedigend abschloss.

Also um genau zu sein, gerade so.

War wohl nicht meine Leidenschaft. Die nächsten neun Jahre, Baubezirk, waren aber dann doch sehr leidenschaftlich.

Ich war, mit acht Kollegen, für den Glasfaserbau im Münchner Norden zuständig, und der Umgang mit einer damals völlig neuen Technik

war - natürlich - sehr spannend.

Lag wohl auch daran, dass wir mit unserem Bautrupp

was Besonderes waren, und ich, wie eingangs beschrieben,

stand wieder im Mittelpunkt.

1998, dann schon Deutsche Telekom, kamen die ersten Entlassungsbitten von Seiten der Firma, die mich dazu veranlassten, die Telekom zu verlassen und mich ganz meiner Leidenschaft der Schauspielerei zu widmen, der ich nun seit 1986 bei der Laienbühne Freising nachging.

 

 

Leider war ich mit 28 schon etwas alt für die Schauspielschulen in München, doch wie der Zufall wollte, traf ich Herbert Fischer, der mich in seinen Workshop aufnahm.

Er lehrte mich, das zu nutzen, was ich in mir habe, die Fähigkeit in andere Rollen zu schlüpfen und damit die Zuschauer zu begeistern.

In den Jahren bis heute konnte ich weit mehr Erfahrungen sammeln, als es bei meiner alten Profession der Fall gewesen wäre.

Ich bewältige eine Menge Jobs um mein Leben zu finanzieren,

Türsteher, Barkeeper, LKW-Fahrer, Umzugsspezalist, Hausmeister, Wohnungsrenovierer, Messehostess, Messebau, Hochzeitslader (neudeutsch Weddingplaner), Ausflugslehrer in Hauptschulen, Ferienprogrammbetreuer und Animateur eines Clubschiffes.

Daher kommt wohl das berühmte Zitat:

“What’s your job? I’m an actor!

No, I want to know what your job is!”

Ich habe die Freude, meinen Traum zu leben, noch nicht verloren. Ich weiß, da draußen ist einer, der es mit mir versuchen wird.

Gut Ding braucht eben Weil!

Euer Alexander

   

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